Manuelle Therapien:
Chiropraktik – Physiotherapie – Osteopathie

Heutzutage überschneiden sich die Behandlungsmethoden von Physiotherapie, Osteopathie und Chiropraktik in größeren Bereichen, so dass die Therapieformen nicht mehr klar voneinander abzugrenzen sind. Welche Technik angewandt wird, richtet sich nach der jeweiligen Struktur und Läsion, die zu behandeln ist.
Alle Techniken haben jedoch gemeinsam, dass sie manuell durchgeführt werden, so dass der Oberbegriff „Manuelle Therapien“ verwendet wird.

Wirkung

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    Physiotherapie

    Schmerzfreiheit, verbesserte Beweglichkeit, Muskelaufbau – die Liste der Therapieerfolge durch Physiotherapie ist lang. Die meisten zu behandelnden Erkrankungen betreffen Muskeln, Gelenke, Knochen oder die Wirbelsäule. Mit Hilfe der Physiotherapie können gezielt Erkrankungen und Schmerzen in diesen Bereichen behandelt werden. Die häufig nach Lahmheiten und Operationen resultierenden Schonhaltungen der Tiere werden mit Hilfe von individuellen Übungen und manuellen Techniken wieder gelöst.

    Wirkungen insbesondere:

    • Kräftigung von Muskulatur und Bändern
    • Gangschulung und Koordinationstraining
    • Verbesserung der Beweglichkeit und Ausdauer
    • Schmerztherapie
    • Lymphdrainage
    • Verbesserung neurologische Defizite
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    Chiropraktik

    Die Chiropraktik ist eine ganzheitliche manuelle Therapie, deren Ursprung bis in die Zeit von Hippokrates (460 – 370 vor Christus) zurück reicht.

    Das Hauptaugenmerk der chiropraktischen Behandlung ist auf das Skelettsystem gerichtet, vor allem auf die Wirbelsäule und auf die Gelenke. Eine besondere Rolle in der Chiropraktik spielen die gestörte Funktion der Wirbelsäule und deren Auswirkungen auf das Nervensystem und auf den Gesamtorganismus.

    Kommt es zu einer funktionellen Fehlstellung eines Wirbels, spricht man von einer Blockade. Diese kann zu einer Funktionseinschränkung der seitlich im Bereich der Wirbelsäule austretenden Nerven führen. Die Folge können Muskelverspannungen, Steifheit, Schmerzen, Leistungsbeeinträchtigungen, mangelnde Bewegungskoordination und sogar die Fehlfunktion korrespondierender innerer Organe sein.

    Ziel der Tierchiropraktik ist, eine optimale Beweglichkeit und Nervenfunktion wieder herzustellen und zu erhalten. Durch Lockerung des entsprechenden Muskelgewebes und einer anschließenden Reposition (Adjust = „Einrenkung“), können die Blockaden beseitigt und oft chronische Schmerzzustände sowie chronische oder akute organische Störungen behoben werden.

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    Osteopathie

    Die Osteopathie beim Menschen hat eine über 100jährige Vergangenheit, beim Tier kamen in den 1970er Jahren die ersten osteopathischen Behandlungen zum Einsatz, wobei man sich zuerst nur auf das Pferd fokussierte. Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Heilmethode, bei der der Gesamtorganismus und nicht nur ein einzelnes Symptom im Blickpunkt steht. Durch das Erkennen und Behandeln der Funktionsstörungen wird das beeinträchtigte Gleichgewicht im Körper wieder hergestellt.

Anwendungsgebiete

  • Rehabilitation nach orthopädischen Operationen bei z. B. Knochenbrüchen, Kreuzbandrissen, Wirbelsäulenerkrankungen etc.
  • Arthrosen der Gelenke und der Wirbelsäule
  • Rückenbeschwerden (Bandscheibenverkalkungen und -vorfälle, Spondylosen)
  • erhöhter Muskelabbau (Muskelatrophie)
  • schmerzhafte Muskelverspannungen
  • Sehnenerkrankungen
  • Lahmheiten, bei denen keine eindeutige Ursache gefunden werden kann
  • Patellaluxationen (Kniescheibenverrenkung)
  • Erkrankungen und Schädigungen des Nervensystems
  • Hüftgelenksdysplasien und Ellbogendysplasien
  • Cauda-equina-Kompressionssyndrom
  • Traumata / Verletzungen, z. B. nach Unfällen, wie Verstauchungen, Verrenkungen, Knochenbrüchen etc.
  • Gesunderhaltung von alten Tieren
  • Bewegungserhaltung oder -verbesserung bei bewegungseingeschränkten Tieren